Die neue Administration in den USA hat sich der Regulierung von Künstlicher Intelligenz angenommen und dabei einen differenzierten Weg gewählt. Ein neuer KI-Prüfrahmen wurde etabliert, der vorsieht, dass Unternehmen und Organisationen ihre Modelle auf Cybersecurity-Risiken prüfen müssen. Allerdings gibt es bedeutsame Ausnahmen.
Open-Weight-Modelle, also KI-Systeme, deren interne Gewichte öffentlich verfügbar gemacht wurden (typischerweise im Open-Source-Kontext), sind von diesen Cybersecurity-Prüfungen zunächst ausgenommen. Dies ist eine pragmatische Entscheidung: Die komplette Überprüfung jedes frei verfügbaren Modells wäre administrativ extrem aufwendig und könnte Innovation bremsen.
Hintergrund dieser Regelung ist die Sorge vor Sicherheitsrisiken. KI-Modelle könnten missbräuchlich genutzt oder gehackt werden. Proprietäre Modelle, bei denen der Hersteller Kontrollmöglichkeiten hat, gelten regulatorisch als easier zu überwachen. Open-Source-Modelle sind dezentraler, was regulatorische Herausforderungen mit sich bringt.
Der Rahmen ist ein Signal für international tätige Tech-Unternehmen und KI-Entwickler, dass Regulierung kommt. Es signalisiert auch eine Haltung: Die USA will Innovation nicht ersticken, aber auch Sicherheitsrisiken adressieren. Schweizer KMU und Developer sollten diese Trends beobachten, da solche Regelungen oft international nachgeahmt werden und beeinflussen können, wie KI-Lösungen entwickelt und bereitgestellt werden dürfen.
