Die europäische Digitale Identität (EUDI-Wallet) soll ein zentrales Element der digitalen Transformation in der EU werden. Die geplante digitale Brieftasche würde es Bürgern ermöglichen, ihre Identität, Führerschein, Versicherungsdaten und weitere Dokumente digital auf ihren Smartphones zu speichern und zu nutzen.
Die Bundesregierung in Deutschland, als eines der führenden Länder der EU, betont nun, dass der geplante Starttermin 2027 eingehalten wird. Dies ist bemerkenswert, da es öffentliche Berichte gibt, die auf erhebliche technische und administrativ-organisatorische Herausforderungen hindeuten. Die Implementierung EUDI-Wallet erfordert enge Koordination zwischen allen EU-Ländern, Behörden und Privatsektor-Teilnehmern.
Für Schweizer Unternehmen hat dies indirekte Relevanz. Die Schweiz ist nicht EU-Mitglied, wird aber wirtschaftlich eng verflochten sein mit Nachbarn, die EUDI-Wallet einführen. Schweizer Unternehmen, die mit EU-Kunden oder -Partnern arbeiten, müssen sich mit dieser neuen Identitätsinfrastruktur auseinandersetzen. Daneben gibt es Pläne für eine Schweizer Version einer digitalen Brieftasche im Rahmen der Europäischen Kooperation.
Die EUDI-Wallet basiert auf dezentraler Architektur und soll hohe Sicherheits- und Datenschutzstandards erfüllen. Damit unterscheidet sie sich grundlegend von zentralisierten Lösungen. Die Herausforderung liegt in der Interoperabilität: Damit das System funktioniert, müssen Millionen von Systemen aufeinander abgestimmt werden.
Der Starttermin 2027 ist ehrgeizig. Der unverbrüchliche Wille der Bundesregierung, den Termin einzuhalten, signalisiert politisches Engagement für digitale Identität. Unternehmen sollten diesen Übergang beobachten und sich auf mögliche Anforderungen vorbereiten.
