Der Microsoft-Browser Edge wird in absehbarer Zeit die Unterstützung für sogenannte Manifest-V2-Erweiterungen einstellen. Diese technische Änderung betrifft insbesondere Adblocker und andere Browser-Plugins, die auf dem älteren Manifest-V2-Standard basieren. Das populäre Tool uBlock Origin, das von Millionen Nutzern zur Blockierung von Werbung eingesetzt wird, wird dadurch nicht mehr funktionsfähig sein.
Die Änderung ist Teil einer breiteren Strategie, die Google mit seinem Chrome-Browser vorantreibt. Der Wechsel zu Manifest V3 soll mehr Sicherheit und Datenschutz bieten, beschränkt aber gleichzeitig die Funktionalität von Browser-Erweiterungen erheblich. Während Google die Migration schrittweise durchführt, folgt Microsoft nun mit Edge nach und setzt damit einen ähnlichen Zeitplan um.
Für Endnutzer bedeutet dies einen Funktionsverlust bei der Werbeblockerung, es sei denn, sie wechseln zu Browsern, die weiterhin Manifest-V2-Erweiterungen unterstützen. Einige alternative Browser wie Firefox haben signalisiert, dass sie diese Erweiterungen vorerst noch zulassen werden.
Für KMU-Umgebungen könnte dies relevant werden, falls Mitarbeiter Edge als Standard-Browser nutzen und auf Adblocker angewiesen sind. Administratoren sollten prüfen, welche Browserlösungen langfristig eingesetzt werden und ob Browser-Erweiterungen für Sicherheit oder Produktivität kritisch sind. Der Wechsel zu alternativen Browsern oder die Anpassung der Browser-Richtlinien könnten notwendig werden, um die gewünschte Funktionalität zu bewahren.
