Immer mehr internationale Fluggesellschaften führen Verbote für humanoide und tierähnliche Roboter an Bord ihrer Maschinen ein. Der Grund liegt in Sicherheitsbedenken, die vor allem mit den grossen Lithium-Akkus dieser Geräte zusammenhängen.
Humanoide Roboter und robotische Begleiter werden zunehmend populärer, und es lag nahe, dass früher oder später auch Flugreisende versuchen würden, ihre Roboter mit ins Flugzeug zu nehmen. Grosse Fluggesellschaften haben jetzt aber erkannt, dass solche Geräte ein potentielles Sicherheitsrisiko darstellen können. Das Hauptproblem sind die Akkus, die in humanoiden Robotern verbaut sind: Diese sind typischerweise sehr gross und leistungsstark, um das Gewicht und die Anforderungen des Roboters mit Energie zu versorgen.
Lithium-Ionen-Akkus unterliegen bereits in der Luftfahrt strengen Regelungen. Sie können in seltenen Fällen überhitzen oder in Brand geraten, besonders wenn sie beschädigt werden oder sich unter unerwarteten Bedingungen befinden. Im geschlossenen Umfeld eines Flugzeugs in grosser Höhe würde ein solcher Brand zu einer kritischen Situation führen. Die Flugsicherheitsbehörden und Fluggesellschaften haben deshalb entschieden, dass das Risiko zu hoch ist.
Das Verbot ist ein Beispiel dafür, wie schnell sich Technologie entwickelt und wie wichtig es ist, dass Regelwerke und Sicherheitsbestimmungen Schritt halten. Robotik ist ein wachsendes Feld, und mobil einsetzbare humanoide Systeme könnten in Zukunft vielen Branchen nutzen, von Serviceaufgaben bis zu Logistik. In der IT-Industrie und für KMU-Dienstleister könnte dies relevant sein, wenn sie mit Robotik-Projekten oder Automatisierungslösungen arbeiten.
Die neue Regelung zeigt auch, dass es wichtig ist, sich bei der Planung von Technologieprojekten frühzeitig mit regulatorischen Anforderungen auseinanderzusetzen. Wer Roboter entwickelt oder einsetzt, sollte auch an die praktischen Limitationen denken, etwa im Transportsektor.
