IBM hat Details zur kommenden Generation seiner Z-Serie Mainframe-Prozessoren bekannt gegeben. Die neue CPU-Generation wird bedeutende Verbesserungen gegenüber den bisherigen Modellen bringen.
Das auffälligste Merkmal ist die Hinzufügung von ARM-Befehlssatz-Unterstützung. Bisher waren IBM Z-Mainframes exklusiv auf IBMs eigenen Befehlssatz ausgerichtet. Die neue Fähigkeit, ARM-Instruktionen zu verarbeiten, ermöglicht eine grössere Flexibilität bei der Software-Entwicklung und -Ausführung. Dies könnte bestehenden Code, der für ARM-Systeme geschrieben wurde, direkter auf IBM-Mainframes ausführbar machen.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die erhöhte Kernanzahl. Die bisherigen Z-Prozessoren verfügten über acht Kerne. Die neue Generation wird elf Kerne bieten, was eine Steigerung der Rechenleistung um etwa 37 Prozent bedeutet. Dies kommt insbesondere Unternehmen zugute, die rechenintensive Anwendungen auf Mainframes betreiben.
Darüber hinaus wurde die Taktfrequenz erhöht. Dies bedeutet, dass jeder einzelne Kern schneller arbeitet, was die Gesamtperformanz weiter verbessert. Zusammen mit der höheren Kernanzahl sollte dies zu erheblichen Geschwindigkeitssteigerungen führen, ohne dass Kühlsysteme oder Stromversorgung drastisch ausgebaut werden müssen.
Für Schweizer IT-Dienstleister ist dies relevant, falls sie Kunden mit Mainframe-basierten Systemen unterstützen. Grosse Finanzinstitute, Versicherungen und andere Grossunternehmen verlassen sich auf Mainframes für ihre Kernprozesse. Die verbesserte Performance und die Möglichkeit, ARM-Code auszuführen, könnten diese Kunden in die Lage versetzen, moderne Anwendungen und Architekturen auf bewährter Mainframe-Infrastruktur zu implementieren. Dies könnte zu neuen Geschäftsmöglichkeiten führen, etwa bei der Migration von ARM-basierten Anwendungen oder der Optimierung bestehender Workloads.
