Die berufliche Netzwerkplattform LinkedIn kämpft seit Monaten gegen die wachsende Flut von KI-generierten Inhalten, die von echten, menschlichen Beiträgen schwer zu unterscheiden sind. Diese minderwertigen automatisierten Inhalte werden oft als "KI-Slop" bezeichnet. LinkedIn hat nun erste Ergebnisse einer Gegenmassnahme veröffentlicht.
LinkedIn führte eine Möglichkeit ein, mit der Nutzer Beiträge melden können, die von KI generiert zu sein scheinen und keine substanzielle Qualität aufweisen. Diese einfache Funktionalität zeigte überraschend grosse Wirkung. Nach Aussagen des Produktchefs konnte LinkedIn den Anteil von KI-Slop um etwa 40 Prozent senken. Dies ist ein beträchtlicher Erfolg und zeigt, dass die Crowd-Moderation durch Nutzer ein wirksames Werkzeug zur Qualitätskontrolle sein kann.
Der Hintergrund ist wichtig: Viele Nutzer und Recruiter klagen darüber, dass LinkedIn mit der Zeit weniger nützlich geworden ist. Eine der Hauptursachen ist die Menge von generierten Inhalten, die keinen echten Wert bieten. Diese Inhalte verstopfen die Newsfeeds und machen es schwerer, relevante, authentische Beiträge von echten Profis zu finden.
Allerdings räumte der Produktchef auch ein, dass es "viel mehr zu tun" gibt. Die 40 Prozent Reduktion ist ein guter Anfang, aber das Problem ist nicht gelöst. LinkedIn wird wahrscheinlich weitere Massnahmen implementieren müssen, um KI-Slop weiter zu reduzieren. Dies könnte technische Massnahmen umfassen, wie maschinelles Lernen zur Erkennung von automatisierten Inhalten, oder weitere Policy-Änderungen.
Für Schweizer IT-Dienstleister und ihre Kunden ist dieser Trend relevant. LinkedIn ist eine wichtige Plattform für Recruiting und geschäftliche Netzwerkbildung. Eine bessere Qualitätskontrolle macht die Plattform nützlicher. Unternehmen sollten allerdings weiterhin kritisch bleiben und ihre LinkedIn-Feeds überwachen, um sicherzustellen, dass sie mit qualitativ hochwertigen Inhalten interagieren und nicht von manipuliertem Inhalt beeinflusst werden.
