Sicherheitsforschern ist es gelungen, kritische Sicherheitslücken in Zoom zu identifizieren, die es Angreifern erlauben, Code auszuführen, ohne dass ein Nutzer aktiv eine Aktion vornehmen muss. Diese Zero-Click-Vulnerabilities sind besonders gefährlich, da sie unbemerkt ausgelöst werden können.
Das Funktionsprinzip dieser Lücken ist besorgniserregend: Ein Angreifer, der an einer Zoom-Videokonferenz teilnimmt oder diese kompromittiert hat, kann während der Konferenz beliebigen Code an andere Teilnehmer übertragen und zur Ausführung bringen. Dies könnte zum Diebstahl von Anmeldedaten, zur Installation von Malware oder zur Übernahme von Systemen führen.
Zoom ist weit verbreitet und wird von Millionen von Nutzern weltweit verwendet, von Privatpersonen bis zu grossen Unternehmen. Eine solche Schwachstelle hat daher das Potenzial, eine massive Angriffsquelle zu werden, wenn sie ausgenutzt wird, bevor Patches verfügbar und eingespielt sind.
Für KMU ist dies ein wichtiges Zeichen, die Zoom-Installationen im gesamten Unternehmen zu überprüfen und Sicherheitsupdates schnellstmöglich einzuspielen. Zusätzlich sollten IT-Verantwortliche erwägen, weitere Sicherheitsmassnahmen zu ergreifen, wie zum Beispiel die Restriktionen für Zoom-Meetings zu verschärfen, Waiting Rooms zu aktivieren und Bildschirmfreigaben nur für vertrauenswürdige Nutzer zuzulassen. Regelmässige Schulungen der Mitarbeiter zur korrekten Verwendung von Videokonferenz-Tools sind ebenfalls empfehlenswert.
