Google räumt mit einer Ära auf und zentralisiert seine KI-gestützte Assistenz-Infrastruktur: Der bewährte Google Assistant, der seit Jahren auf Android-Smartphones und Smartwatches mit Wear OS läuft, wird im September 2026 endgültig eingestellt. An seine Stelle rückt Gemini, Googles modernes KI-Sprachmodell, das bereits in verschiedenen Diensten und auf Pixel-Geräten zum Einsatz kommt.
Für Nutzer bedeutet dies eine Umgewöhnung bei der Sprachsteuerung und den verfügbaren Funktionen. Wo der Google Assistant bislang vertraut war, wird künftig Gemini alle Anfragen bearbeiten. Die Migration soll nahtlos erfolgen, doch technische Details zur Funktionsbreite und eventuellen Einschränkungen sind noch nicht vollständig geklärt.
Aus geschäftlicher Sicht folgt Google einem einheitlichen Strategie-Kurs: Gemini soll zum universellen KI-Assistenten für sämtliche Plattformen und Geräte werden. Das bietet Vorteile bei der Entwicklung und Wartung, reduziert aber auch die Vielfalt an spezialisierter Software. Für Unternehmenskunden und IT-Administratoren bedeutet dies, dass sie ihre Gerätemanagement-Richtlinien überprüfen sollten, insbesondere wenn Sprachbefehle in geschäftlichen Prozessen eingebunden sind.
Die Umstellung betrifft Millionen mobiler Endgeräte weltweit und gehört zu Googles grösserem Plan, KI tiefer in Alltags-Geräte zu integrieren. Firmen, die auf Android-Ökosysteme angewiesen sind, sollten die Einstellung in ihre IT-Planung einbeziehen und prüfen, ob Gemini alle notwendigen Funktionen für ihre Abläufe bereitstellt.
