Die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten hat einen ernsthaften Ransomware-Angriff erlitten, der ihre Informatiksysteme lahm gelegt hat. Alle betroffenen IT-Infrastrukturen sind derzeit ausser Betrieb, was den Betrieb der Gedenkstätten erheblich beeinträchtigt.
Ransomware-Angriffe funktionieren nach einem bewährten Schema: Angreifer verschaffen sich Zugang zu Netzwerken, installieren Schadsoftware, die Daten verschlüsselt, und fordern dann Lösegeld für deren Freigabe. Ein besonders tückisches Element ist oft die vorherige Exfiltration von Daten, was Erpresser in eine noch stärkere Position bringt.
Im Fall der Brandenburgischen Gedenkstätten wird vermutet, dass Angreifer nicht nur die Systeme verschlüsselt haben, sondern auch sensible Daten abgezogen haben. Dies könnte persönliche Informationen von Besuchern, Mitarbeitern oder Forschungsdaten betreffen. Der Angriff unterstreicht, dass keine Institution, unabhängig von ihrer Grösse oder ihrem Auftrag, vor solchen Gefahren gefeit ist.
Für IT-Dienstleister und ihre Kunden ist dieses Ereignis ein wichtiger Weckruf. Unabhängig von der Branche und der Organisationsgrösse sollten Backups, Zugriffskontrollmechanismen und Überwachungssysteme robust konfiguriert sein. Besonders kritisch sind Offline-Backups und Notfall-Wiederherstellungspläne, die regelmässig getestet werden müssen. Mitarbeiter sollten zudem regelmässig über Phishing-Tricks aufgeklärt werden, da solche Anschläge oft mit Social Engineering beginnen.
