Im Bereich der Robotik und Automation zeichnet sich eine interessante Entwicklung ab. Bosch, eines der weltweit grössten Technologie- und Industrie-Unternehmen, hat angekündigt, im Schwarzwald humanoide Roboter produzieren zu wollen. Dies ist eine Massnahme, mit der Bosch die Fertigungskompetenz rund um diese neue Technologie aufbauen möchte.
Der Roboter, um den es geht, stammt von Humanoid, einem Unternehmen, das sich auf die Entwicklung solcher Systeme spezialisiert hat. Das Modell HMND 01 ist ein humanoider Roboter, der anfangs vor allem für einfache, repetitive industrielle Aufgaben konzipiert ist. Im aktuellen Stadium kann der Roboter beispielsweise Kisten von einem Förderband heben und versetzen, eine Aufgabe, die sonst manuell erledigt werden muss.
Dies mag einfach klingen, aber es ist ein wichtiger Schritt in der Robotik-Entwicklung. Viele Unternehmen kämpfen mit dem Fachkräftemangel und der Tatsache, dass einfache manuelle Tätigkeiten kostspielig geworden sind. Ein humanoider Roboter könnte solche Aufgaben übernehmen und die menschliche Arbeitskraft für komplexere, wertvollere Tätigkeiten freigeben.
Humanoide Roboter haben einen besonderen Vorteil gegenüber spezialisierten Industrierobotern: Sie sind flexibel. Ein klassischer Industrieroboter ist für eine ganz spezifische Aufgabe programmiert, beispielsweise Schweissen oder Montage. Ein humanoider Roboter mit Armen, Händen und Beinen könnte in Zukunft vielfältigere Aufgaben übernehmen, ohne dass die Fabrik komplett umgebaut werden muss.
Die Ankündigung Boschs zeigt, dass humanoide Roboter nicht mehr nur akademische Forschungsobjekte sind, sondern in die praktische Industrie Einzug halten. Dies könnte langfristig Auswirkungen auf viele Industrien haben. Für IT-Dienstleister könnte dies neue Geschäftsmöglichkeiten eröffnen, etwa in der Integration solcher Systeme mit bestehenden Manufaktur-IT oder in der Überwachung und Wartung solcher Roboter-Systeme.
