Auf verschiedenen Online-Plattformen zirkuliert eine vermeintliche ISO-Abbilddatei des stark erwarteten Spiels «Grand Theft Auto 6», die angeblich geleakt worden sein soll. Sicherheitsforscher haben jedoch herausgefunden, dass die 113 Gigabyte grosse Datei nicht das Spiel enthält, sondern stattdessen mit erheblichen Mengen an Malware-Code gefüllt ist. Cyberkriminelle nutzen diese Falle gezielt aus, um ahnungslose Spieler zu infizieren.

Diese Angriffsmethode ist eine klassische Social-Engineering-Taktik, die den menschlichen Faktor ausnutzt. Das bekannte Spiel-Franchise und die Hoffnung, an eine exklusive oder früh durchgesickerte Version zu gelangen, führen dazu, dass viele Nutzer vorschnell dateibasierte Downloadadressen anklicken oder Torrent-Links vertrauen. Besonders während der Hype-Phase vor dem Release eines populären Games steigt das Risiko für solche Betrugsversuche stark an.

Die Grösse der Datei sollte ein Warnsignal sein: Ein echtes GTA-6-Spiel hätte eine ähnliche Grösse, aber nicht auf dubiosen Seiten kostenlos angeboten würde. Wer eine solche Datei herunterlädt und versucht zu öffnen, riskiert eine Systemkompromittierung. Die enthaltene Malware könnte Passwörter stehlen, weitere Schadsoftware nachladen, Ransomware installieren oder das System für Botnet-Aktivitäten missbrauchen.

Für Unternehmen und Private ist es wichtig, solche Bedrohungen zu verstehen und Nutzer zu sensibilisieren. Klassische Best Practices helfen: Nur Spiele aus legitimen Quellen (offizielle Shops, Plattformen wie Steam) herunterladen. Bei verdächtig guten Angeboten kritisch denken. Antivirus- und Anti-Malware-Software aktuell halten. Und bei Verdacht auf Infektion schnell handeln: System offline nehmen, externe Festplatte anschliessen und bereinigen oder professionelle Hilfe holen. Auch im geschäftlichen Umfeld sollten Mitarbeiter in solchen Gefahren trainiert werden.