Der Spieleplattform-Betreiber Valve musste seine Kunden von einem Sicherheitsvorfall unterrichten, der Millionen von europäischen Käufern betreffen könnte. CEVA, ein grosser Logistik-Dienstleister, der Valves Hardware wie die Steam Deck ausliefert, war Ziel eines Cyberangriffs.
Bei diesem Angriff gelangten personenbezogene Daten in die Hände von Attackern. Konkret betroffen sind Namen und Lieferadressen von Personen, die Steam-Hardware in Europa gekauft haben. Solche Daten sind für Betrüger wertvoll, da sie zur Phishing und Social Engineering eingesetzt werden können.
Valve warnt seine Kunden ausdrücklich vor gefälschten E-Mails oder Nachrichten, die angeblich von Valve oder dem Logistik-Partner stammen. Häufig enthalten solche Nachrichten Links zu gefälschten Webseiten, auf denen Nutzer dann ihre Anmeldedaten oder Zahlungsinformationen eingeben. Ein klassischer Phishing-Angriff mit erhöhtem Erfolgspotenzial, da die Angreifer echte Kundendaten haben und die Betrugs-Nachricht daher glaubwürdiger wirkt.
Das Incident ist ein Beispiel für eine häufig unterschätzte Schwachstelle in der Supply Chain: Auch wenn ein Hauptunternehmen wie Valve robust gesichert ist, können externe Logistik-Partner ein Einfallstor darstellen. Angreifer konzentrieren sich immer häufiger auf solche schwächeren Glieder der Lieferkette.
Für betroffene Nutzer empfiehlt sich erhöhte Aufmerksamkeit bei Nachrichten, die angeblich von Valve oder dem Versand stammen. Im Zweifelsfall sollte man Links nicht anklicken und stattdessen direkt zur offiziellen Website navigieren. Auch für Unternehmen ist dies eine Warnung: Die Sicherheit von Partnern und Dienstleistern sollte Teil der Risikoanalyse sein, da Kompromittierungen in der Zulieferkette das eigene Unternehmen indirekt gefährden können.
