LG Display, einer der weltweit führenden Hersteller von Flüssigkristallanzeigen und OLED-Displays, hat angekündigt, seine Produktionsprozesse für grosse OLED-Panels zu optimieren. Das Unternehmen plant, vom bisherigen Verfahren mit Metallmasken auf ein Verfahren mit Photolithografie, also Fotolack-Strukturierung, zu wechseln.
Der Hintergrund dieser Änderung liegt in den Herausforderungen bei der Herstellung grosser OLED-Displays. Bislang wurden für die Strukturierung der millionen-kleinen Pixel bei OLEDs Metallmasken verwendet. Dieses Verfahren hat allerdings Grenzen bei der Präzision und der Effizienz erreicht, besonders wenn es um sehr grosse Displays geht. Metallmasken ermöglichen zwar hohe Auflösungen, sind aber in der Produktion kostspielig und führen zu Abfallprodukten.
Die Photolithografie-Methode nutzt stattdessen Fotolack, ähnlich wie in der modernen Halbleiterherstellung. Mit Hilfe von Licht wird ein Muster auf den Fotolack projiziert, das dann chemisch entwickelt wird. Dieses Verfahren bietet mehrere Vorteile: Es ermöglicht feinere Strukturierungen, ist in der Serienfertigung effizienter und kann auf grössere Displays angewendet werden.
Die praktischen Vorteile für den Endnutzer sind erheblich. OLEDs, die nach diesem neuen Verfahren hergestellt werden, könnten heller leuchten, da mehr Platz für lichtemittierende Materialien zur Verfügung steht. Gleichzeitig versprechen sie bessere Energieeffizienz, da die optimierte Struktur weniger Strom verbraucht.
Für die Tech-Branche insgesamt hat diese Entwicklung Bedeutung, da bessere OLED-Displays überall eingesetzt werden: in Fernsehern, Monitoren, Tablets und möglicherweise auch in professionellen Displays für Unternehmen. Schweizer Unternehmen, die hochwertige Display-Technologie einsetzen oder in der Displayindustrie tätig sind, sollten diese Entwicklung beobachten, da sie die Verfügbarkeit und Kostendynamik von OLED-Technologie beeinflussen wird.
