In einer ungewöhnlichen Manöver hat Microsoft seine offiziellen Systemanforderungen für Windows 11, speziell im Gaming-Kontext, korrigiert, ohne dies transparent zu kommunizieren. Noch vor wenigen Monaten empfahl das Unternehmen explizit 32 Gigabyte RAM für optimales Windows-11-Gaming. Diese Empfehlung ist nun spurlos aus den Microsoft-Dokumentationen verschwunden.
Die ursprüngliche Empfehlung von 32 GB RAM war bereits für viele Nutzer und Kritiker ungewöhnlich hoch. Windows 11 läuft bekanntlich auf Systemen mit 8 GB RAM oder sogar weniger, auch wenn die Erfahrung suboptimal ausfällt. Eine pauschale Empfehlung von 32 GB schien daher überambitioniert und möglicherweise marketingbedingt, um neuere Hardware zu fördern.
Die stille Korrektur wirft mehrere Fragen auf. Warum hat Microsoft die Empfehlung überhaupt so hoch angesetzt? War dies ein interner Fehler oder eine bewusste Strategie, um Hardware-Sales zu fördern? Und warum wurde die Änderung nicht transparent kommuniziert? Für Nutzer und Medienvertreter ist es irritierend, wenn Dokumentationen ohne Erklärung geändert werden.
Aus praktischer Sicht ist dies ein Reminder, dass Systemanforderungen und Empfehlungen von Herstellern nicht immer objektiv sind und dass es sinnvoll ist, diese kritisch zu hinterfragen. Für KMU bedeutet dies auch, dass beim Kauf neuer Hardware die Empfehlungen des Betriebssystem-Herstellers hinterfragt werden sollten. Oft genügen weniger Ressourcen als empfohlen, was Kostenersparnisse ermöglicht. Gleichzeitig sollten Unternehmen ihre Hardware regelmässig auswerten und sicherstellen, dass sie noch performant läuft.
