Ein innovatives Pilotprojekt in Tschechien demonstriert, wie Flugzeuge als fliegende Mobilfunkstationen eingesetzt werden können. Die Deutsche Telekom versorgte dabei ein Gebiet von rund 20 Quadratkilometern mit LTE- und 5G-Technologie von der Luft aus. Das Projekt zeigt vielversprechende Ergebnisse und eröffnet neue Perspektiven für die Versorgung von Regionen, die mit herkömmlichen terrestrischen Netzen schwer zu erreichen sind.
Die Technologie könnte besonders in Krisensituationen von Vorteil sein, etwa nach Naturkatastrophen, wenn Infrastruktur beschädigt ist, oder in dünn besiedelten Gebieten, wo der Ausbau fest installierter Antennen unwirtschaftlich wäre. Flugzeuggestützte Netze bieten Flexibilität und schnelle Verfügbarkeit ohne den Bedarf aufwendiger Infrastrukturarbeiten vor Ort.
Parallel arbeitet die Telekom auch mit dem Satellitenanbinder Starlink zusammen. Diese Kombination verschiedener Technologien unterstreicht die Strategie, Versorgungslücken durch alternative Ansätze zu schliessen, insbesondere dort, wo klassische Netzausbauinvestitionen langfristig wirtschaftlich fragwürdig wären.
Für Schweizer KMU und Unternehmen in ländlichen Regionen ist dies besonders interessant. Die Verfügbarkeit von mobiler Konnektivität ist heute ein Standortfaktor. Sollten solche Technologien marktreife erreichen, könnten auch kleinere Betriebe in unterversorgten Gebieten von zuverlässiger Kommunikation profitieren, ohne auf teure lokale Netzausbauten warten zu müssen.
