Microsoft 365 ist eines der am weitesten verbreiteten Produktivitäts-Suites in Unternehmen weltweit. Regelmässige Updates sind wichtig für Sicherheit und Funktionalität. Doch ein jüngst verteiltes Update führte zu ernsthaften Problemen, die Microsoft mittlerweile stoppen musste.

Das betreffende Update war eigentlich dafür vorgesehen, ältere oder veraltete Installationen von Microsoft 365 automatisch zu aktualisieren und auf den neuesten Stand zu bringen. Dies sollte die IT-Verwaltung vereinfachen und Sicherheitslücken schliessen. Stattdessen trat ein erheblicher Fehler auf: Das Update deaktivierte nicht nur die Produktaktivierung, sondern deinstallierte in einigen Fällen die Office-Anwendungen ganz.

Dies ist ein kritisches Problem. Nutzer, deren Systeme das Update erhielten, konnten plötzlich Word, Excel und Outlook nicht mehr verwenden, obwohl ihre Lizenzen gültig waren. Viele Unternehmen berichten von erheblichen Produktivitätsausfällen, bis das Problem manuell behoben wurde.

Microsoft hat das Update schnell aus dem Verkehr gezogen und stoppt die automatische Verteilung. Doch der Schaden ist angerichtet. Für Organisationen, die von diesem Fehler betroffen waren, musste Software manuell neuinstalliert und reaktiviert werden.

Für Schweizer KMU ist dies ein wichtiger Lernpunkt: Optionale Updates sollten nicht blind automatisiert verteilt werden, besonders nicht in kritischen Produktiv-Umgebungen. Es ist sinnvoll, Updates zunächst in einer Test-Umgebung zu validieren oder zumindest eine Rollback-Strategie vorzuhalten. Auch Microsoft-Updates können Fehler enthalten, und eine Testphase kann erhebliche Ausfallkosten verhindern.