Lenovo hat ein Projekt mit dem Namen Project Aeroblade angekündigt, bei dem das Unternehmen zusammen mit dem Spezialisten Frore Systems an einer revolutionären Kühlungstechnologie für tragbare Computer arbeitet. Der Prototyp wiegt nur 830 Gramm und verzichtet völlig auf mechanische Lüfter. Stattdessen kommt eine piezo-elektrische Membran-Kühlung zum Einsatz, die aktiv Wärme abführt, ohne bewegliche Teile zu haben.
Die Technologie funktioniert, indem eine dünne Membran mehrmals pro Sekunde vibriert und dadurch Luft durch Kühlkanäle presst. Diese Methode ermöglicht eine effiziente Wärmeabfuhr, ist aber völlig lautlos, da keine rotierenden Ventilatoren vorhanden sind. Der Prototyp soll bis zu 30 Watt Verlustleistung abführen können, was für viele Laptop-Workloads ausreicht.
Dies ist interessant, weil klassische Laptop-Lüfter einer der Hauptverursacher von Ausfällen und Verschleiss sind. Sie sammeln Staub an, können ausfallen und werden mit der Zeit lauter. Eine lüfterlose Lösung könnte die Zuverlässigkeit erhöhen und die Wartung vereinfachen. Allerdings gibt es auch Herausforderungen: Kann die Membran-Kühlung mit extremen Rechenlasten oder Gaming umgehen? Wie lange hält die Membran-Technologie im realen Betrieb? Diese Fragen sind noch offen.
Für KMU, die Notebooks für ihre Mitarbeiter anschaffen oder die auf Dauerbetrieb und Zuverlässigkeit angewiesen sind, könnte diese Technologie langfristig attraktiv sein. Eine Reduzierung von Wartungs- und Ausfallzeiten wirkt sich direkt auf die Gesamtbetriebskosten aus. Allerdings ist Project Aeroblade noch ein Prototyp, und es wird noch einige Zeit dauern, bis solche Notebooks in grösseren Stückzahlen verfügbar sind. KMU sollten die Entwicklung beobachten und bei der Marktreife diese Geräte evaluieren.
