Adobe kündet eine tiefgreifende Integration von generativer KI in seine professionellen Video-Bearbeitungsprogramme Premiere Pro und After Effects an. Die neuen Features werden direkt in der Zeitleiste integriert, wo Videobearbeiter und Motion-Designer ihre Arbeiten durchführen.

In Premiere Pro sollen Nutzer beispielsweise neue Videoclips oder Audio-Inhalte direkt in der Zeitleiste generieren können. Statt zeitaufwendig nach Archivmaterial zu suchen oder zusätzliche Audio-Dateien zu importieren, kann die KI direkt auf Basis von Text-Eingaben neue Inhalte erstellen, die nahtlos in das bestehende Projekt passen. After Effects erhält einen KI-Assistenten, der bei komplexeren Aufgaben wie Farbkorrektur, Effekt-Anwendung und Animation unterstützen soll.

Für IT-Dienstleister ist diese Entwicklung insofern relevant, als dass Unternehmen mit Video- und Multimedia-Abteilungen dadurch neue Produktivitätspotenziale heben können. Kleinere Agenturen und Unternehmensabteilungen, die bislang für komplexe Videobearbeitungen teurere Agenturen beauftragen mussten, könnten künftig mehr intern realisieren. Dies könnte zu geänderten Anforderungen an die IT-Ausstattung führen, insbesondere hinsichtlich Grafikleistung und GPU-Ressourcen.

Andererseits ist zu bedenken, dass generierte Inhalte immer noch einer Qualitätsprüfung unterliegen müssen und dass die Verantwortung für die finalen Ergebnisse beim Nutzer bleibt. IT-Dienstleister sollten ihre Kunden auch über potenzielle Rechtsfragen aufklären, die sich bei der Nutzung von generierten Inhalten ergeben können, insbesondere im Kontext von Urheberrecht und Lizenzierung.