Microsoft hat offiziell bestätigt, dass die Sicherheits-Updates vom September-Patchday Probleme auf Windows-Systemen verursachen. Betroffen sind drei wichtige Funktionsbereiche: Remote Desktop Protocol (RDP), USB-Audio-Geräte und das Hyper-V-Virtualisierungssystem.

RDP ist für viele IT-Dienstleister und remote arbeitende Unternehmen essentiell. Probleme damit können den Betrieb erheblich beeinträchtigen. USB-Audio-Probleme treffen vor allem Nutzer, die externe Soundgeräte oder Headsets über USB anschliessen. Hyper-V ist Microsofts native Virtualisierungslösung und wird in vielen Unternehmens-Umgebungen eingesetzt.

Das besonders Problematische ist, dass Microsoft nur für eines dieser drei Probleme einen dokumentierten Workaround bereitstellt. Bei den anderen müssen Administratoren abwägen, ob sie das Update zurückrollen oder auf eine Korrektur in einem zukünftigen Update warten.

Dies ist ein klassisches Dilemma in der IT-Sicherheit: Der Schutz vor neuen Sicherheitslücken ist wichtig, aber Patches, die selbst Probleme verursachen, können die Verfügbarkeit und Produktivität gefährden. KMU sollten solche Updates zunächst in einer Test-Umgebung verifizieren, bevor sie unternehmenssweit ausgerollt werden.

IT-Verantwortliche sollten die Microsoft-Support-Seiten regelmässig überwachen, ob aktualisierte Informationen oder vollständige Lösungen verfügbar werden. Bis dahin ist eine informierte Entscheidung nötig, ob das Einspielen des Updates das Risiko wert ist oder ob man auf das nächste Patch wartet.