Microsoft hat angekündigt, dass die Companion-Apps Calendar, People und Files aus dem Microsoft-365-Ökosystem entfernt werden. Diese webgestützten Anwendungen, die primär Zusatzfunktionen zu den bekannten Office-Anwendungen boten, sollen schrittweise vom Support genommen werden. Das bedeutet für IT-Administratoren in Unternehmen erhebliche organisatorische Änderungen.

Der Schritt zielt darauf ab, das Microsoft-365-Portfolio zu straffen und die Nutzer auf die integrierten Funktionen in den Hauptanwendungen wie Outlook, Teams und OneDrive zu konzentrieren. Viele der Funktionen, die diese Companion-Apps boten, sind bereits in den modernen Versionen dieser Produkte enthalten oder können durch Teams ersetzt werden.

Das eigentliche Problem liegt jedoch in der praktischen Umsetzung. Microsoft zwingt nicht automatisch die Deinstallation, sondern verlagert diese Verantwortung auf IT-Administratoren und einzelne Nutzer. In grösseren Organisationen mit Tausenden von Benutzern bedeutet das einen erheblichen administrativen Aufwand. Ohne zentrale Deinstallationsmechanismen müssen Admins entweder Individual-Support leisten oder zeitaufwendige Skripte für Massendeinstallationen entwickeln.

Für kleinere bis mittlere Unternehmen ist dies besonders problematisch, da sie oft nicht über grosse IT-Teams verfügen. Die Umstellung erfordert Planung, Kommunikation mit den Nutzern und möglicherweise Schulungen, damit diese ihre Workflows auf die neuen Lösungen anpassen können. Zudem müssen Administratoren sicherstellen, dass keine geschäftskritischen Prozesse durch die Entfernung dieser Apps unterbrochen werden.

Empfohlen wird, frühzeitig eine Migration der Daten und Workflows zu planen, eventuell mit Pilotgruppen zu testen und die Nutzer rechtzeitig zu informieren. Unternehmen sollten überprüfen, ob die Calendar-, People- oder Files-Apps tatsächlich verwendet werden oder ob ein Umstieg nahtlos möglich ist.