Der Epic Games Store, eine Plattform für den Vertrieb von Videospielen und Software, wird um eine Linux-Version erweitert. Bisher funktionierte der Epic Games Store Launcher auf Linux-Systemen nur über Umwege wie Wine oder Proton, was mit Kompatibilitätsproblemen und Performance-Einbussen verbunden sein konnte. Eine native Linux-Version würde diese Probleme lösen.

Die Ankündigung ist für die Linux-Gaming-Community bedeutsam. Linux ist im Gaming lange ein Stiefkind gewesen, da die meisten Spiele für Windows entwickelt wurden. Allerdings hat sich dies in den letzten Jahren geändert. Durch Technologien wie Proton, die Windows-Spiele auf Linux lauffähig macht, ist Gaming auf Linux deutlich attraktiver geworden. Ein nativer Epic Games Store Launcher würde dies weiter verbessern.

Ein nativer Launcher hätte mehrere Vorteile. Die Performance wäre besser, da keine Kompatibilitätsschicht nötig ist. Updates und Funktionen könnten direkt implementiert werden, ohne Windows-Eigenschaften zu emulieren. Die Benutzererfahrung könnte optimiert werden, und die Stabilität sollte zunehmen. Zudem würde es das Commitment von Epic Games zu Linux und Open-Source-Systemen unterstreichen.

Momentan gibt es noch kein konkretes Veröffentlichungsdatum. Die Preview des neuen Epic Games Store Clients fehlt noch die Linux-Unterstützung, was darauf hindeutet, dass die Entwicklung noch nicht weit fortgeschritten ist. Es könnte noch Monate dauern, bis eine funktionsfähige Linux-Version verfügbar ist.

Für IT-Profis und Technik-Enthusiasten, die Linux als Arbeitssystem nutzen oder auf Linux-basierten Servern arbeiten, ist dies eine willkommene Entwicklung. Für Unternehmen, die Software über den Epic Games Store verteilen oder Mitarbeiter haben, die Gaming-Anwendungen nutzen, könnte dies neue Möglichkeiten eröffnen. Allerdings sollte man realistische Erwartungen haben: Dies ist primär eine Gamer-Plattform. Für geschäftskritische Anwendungen wird der Epic Games Store weiterhin nicht die erste Wahl sein.