Microsoft hat auf Nutzerfeedback reagiert und eine Entscheidung getroffen, die viele Anwender begrüssen werden. Die Textvorhersagefunktion in Word und Outlook wird ab sofort standardmässig deaktiviert. Diese Funktion versuchte bislang automatisch, die nächsten Wörter vorherzusagen und einzufügen, während der Nutzer tippte.

Die Textvorhersage war ein gutes Beispiel für eine Funktion mit guter Absicht, aber mangelhafter Umsetzung. Während sie theoretisch die Eingabgeschwindigkeit erhöhen sollte, führte sie in der Praxis häufig zu Störungen. Die Vorhersagen waren oft ungenau oder unerwartet, und viele Nutzer unterbrachen ihre Arbeit, um zu korrigieren, was sie nicht eingetippt hatten. Dies führte zu einer schlechteren Nutzererfahrung statt zu einer besseren.

Die neue Standardeinstellung respektiert die Nutzerpräferenz. Wer die Funktion mag, kann sie in den Einstellungen selbst aktivieren. Alle anderen profitieren von einer weniger störanfälligen Umgebung. Dies ist ein positives Beispiel für ein Unternehmen, das auf Nutzerfeedback hört und eine übereifrige Funktion temperiert.

Für Unternehmen bedeutet dies im Grunde genommen, dass die Arbeit mit Word und Outlook weniger Ablenkungen haben wird. Mitarbeiter können sich auf ihre Dokumente und E-Mails konzentrieren, ohne dass Programme ihr Tippen ungefragt unterbrechen. Sollten einzelne Teams die Vorhersage aber lieber haben, können Administratoren diese über Einstellungen für ihre Organisation konfigurieren. Generell ist dies eine kleine, aber positive Änderung zu besseren Standard-Einstellungen, die weniger Energie verschaffen, sondern eher unaufdringlich den Nutzer unterstützen.