Amazon Aurora PostgreSQL hat eine wichtige neue Funktion erhalten, die die Arbeit mit grossen Datenmengen vereinfacht. Die Datenbank kann nun historische Daten direkt aus Amazon S3 abfragen, ohne diese zunächst in die Aurora-Instanz kopieren zu müssen. Das ist ein grosser Vorteil für Unternehmen, die mit Data Lakes arbeiten und analytische Abfragen durchführen möchten.
Typischerweise mussten Organisations-Teams bislang ihre historischen oder archivierten Daten in der Data-Lake-Infrastruktur vorhalten und separat von aktiven Datenbanken verwalten. Will man dann Abfragen durchführen, die sowohl auf aktuelle als auch auf historische Daten zugreifen, musste man entweder die Daten duplizieren oder komplexe Integrationen schreiben. Mit dieser neuen Funktion können Aurora-Abfragen direkt auf S3-Daten zugreifen, als wären sie Teil der Datenbank selbst.
Dieser Ansatz bietet mehrere praktische Vorteile. Erstens sparen Unternehmen Speicherkosten, da nicht alle Daten redundant in der Datenbank vorgehalten werden müssen. Zweitens wird die Performance verbessert, da nur die wirklich benötigten Daten abgerufen werden. Drittens vereinfacht sich die Architektur, weil weniger separate Systeme integriert werden müssen.
Für KMU bedeutet dies, dass auch kleinere Unternehmen mit komplexeren Datenszenarien arbeiten können, ohne massiv in redundante Speicherinfrastruktur investieren zu müssen. Analytics-Projekte werden zugänglicher und kostengünstiger. Auch bestehende Aurora-Installationen können von dieser Neuerung profitieren, weil sie ermöglicht, alte Daten kostengünstiger zu archivieren und trotzdem in Analysen einzubeziehen.
