Ein Forschungsteam hat untersucht, welche Daten Pkw von ihren Nutzern sammeln und wie diese weiterverarbeitet werden. Die Analyse von 21 verschiedenen Fahrzeugmodellen offenbarte erhebliche Unterschiede in den Datensammlungspraktiken und warf wichtige Fragen zum Datenschutz und zur Privatsphäre auf.
Die Studie zeigte, dass moderne Fahrzeuge kontinuierlich Informationen erfassen und übermitteln: Fahrtdaten, Standortinformationen, Fahrerverhalten, Systemzustände und viele weitere Parameter. Diese Daten werden an Hersteller-Server, Cloud-Dienste und teilweise auch an Dritte weitergeleitet. Für Fahrzeugbesitzer war oft nicht transparent, welche Daten erhoben werden und wofür.
Tesla fiel in der Studie als besonders datenintensiv auf und sammelt kontinuierlich detaillierte Informationen über seine Fahrzeuge und deren Nutzung. Andere Hersteller zeigten gemässigtere Praktiken, obwohl auch sie erhebliche Datenmengen erfassten. Bemerkenswert war, dass einige Hersteller wie Honda nach Bekanntwerden der Forschungsergebnisse ihre Praktiken änderten und transparenter kommunizierten.
Für Geschäftskunden und Flottenbetreiber sind diese Erkenntnisse relevant. Fahrzeugart und -hersteller beeinflussen, wie viele Daten über ihre Fahrer und Betriebsbedingungen erhoben werden. Ein KMU mit einer Fahrzeugflotte sollte sich daher bewusst sein, dass Fahrzeudhersteller teils umfangreiche Daten sammeln. Im Zusammenhang mit Datenschutzgesetzen wie der DSGVO ist es wichtig zu wissen, welche Daten wohin fliessen. Unternehmen sollten Herstellerdatenschutzrichtlinien prüfen und transparente Vereinbarungen treffen, besonders wenn Fahrzeugdaten für Geschäftszwecke genutzt werden.
