Der Windows-Chef von Microsoft hat öffentlich eingestanden, dass das aktuelle Windows 11 einen verhältnismässig hohen Arbeitsspeicher benötigt. Während früheren Windows-Versionen mit 4 oder 8 Gigabyte RAM zufriedenstellend liefen, benötigt Windows 11 üblicherweise mindestens 8 Gigabyte, oft wird 16 Gigabyte empfohlen, um eine gute Performance zu erreichen. Dies stellt für viele Unternehmen und Privatnutzer ein Problem dar, die mit älteren oder günstigen Computern arbeiten.
Die Ursachen für diesen höheren Speicherverbrauch liegen in der Architektur von Windows 11, das mehr Sicherheitsmechanismen, erweiterte Systemfunktionen und KI-Integration enthält. Allerdings führt dieser Mehraufwand auch zu einer Vergrösserung der digitalen Kluft: Wer nicht in neue Hardware investieren kann, bleibt bei älteren Windows-Versionen stecken oder kann das System nutzen, ohne seine volle Leistung zu entfalten.
Microsoft hat nun angekündigt, dass aktiv daran gearbeitet wird, Windows 11 speichereffizienter zu gestalten. Das ist eine positive Nachricht für Schweizer KMUs, die möglicherweise noch Systeme mit 8 Gigabyte RAM betreiben und diese modernisieren möchten, ohne dabei massive Hardware-Investitionen tätigen zu müssen. Eine optimierte Windows-11-Version könnte auch für Unternehmen interessant sein, die ihre IT-Kosten senken möchten.
Allerdings ist unklar, wie aggressiv diese Optimierungen ausfallen werden und ob sie wirklich den Speicherverbrauch erheblich senken können. In der Zwischenzeit könnten Unternehmen, die ihre Rechner aufrüsten müssen, auch auf leichtere Betriebssysteme wie Linux ausweichen oder alternative Ansätze wie Thin Clients erwägen. Updates zu diesem Thema sollten von Schweizer IT-Verantwortlichen aufmerksam beobachtet werden.
