Die aktuelle Speicherkrise, die hauptsächlich durch die massive Nachfrage nach RAM und SSD für KI-Systeme ausgelöst wurde, hat auch Auswirkungen auf den Consumer-Markt. Apples beliebtes MacBook Air mit dem neuen M5-Prozessor ist derzeit deutlich schwerer zu bekommen als sonst üblich. Käufer, die heute ein MacBook Air bestellen, müssen mit Wartezeiten rechnen, die mehrere Wochen betragen können, anstatt dass die Geräte wie gewöhnlich innerhalb weniger Tage verfügbar sind.

Die Ursache liegt in einem perfekten Sturm von Faktoren. Einerseits hat der rasante Aufstieg generativer KI-Systeme und grosse Sprachmodelle zu einer beispiellosen Nachfrage nach High-End-Speicher und Speicherchips geführt. Cloud-Anbieter und Tech-Konzerne investieren massiv in Rechenzentren und Server, die mit leistungsstarkem RAM ausgestattet sein müssen. Andererseits ist die Produktion von DRAM und SSD-Chips zeitaufwendig und nicht kurzfristig hochzufahren.

Diese Situation hat Auswirkungen auf Schweizer Unternehmen und Privatnutzer, die MacBooks als Geschäftsgeräte nutzen. Für KMUs, die ihre IT-Ausstattung planen oder aktualisieren möchten, bedeutet dies, dass Apple-Hardware derzeit weniger flexibel verfügbar ist. Dies könnte zu einer Verzögerung bei Projekten oder zum Ausweichen auf alternative Hardware führen.

Tim Cook hatte diese Lieferschwierigkeiten bereits im Voraus angekündigt, aber die tatsächliche Auswirkung wird nun sichtbar. Es ist unklar, wann sich die Speicherverfügbarkeit wieder normalisiert, wobei Experten von einer Knappheit über mehrere Monate hinweg ausgehen. Unternehmen sollten ihre Hardware-Beschaffungspläne entsprechend anpassen und längere Lead Times einplanen.