Der Hersteller Hoymiles hat eine kritische Sicherheitslücke in seinen Photovoltaik-Wechselrichtern identifiziert und behoben. Das Problem lag in der DTU-Funkprotokollfunktion, mit der die Geräte drahtlos kommunizieren. Diese Protokolle waren nicht ausreichend gesichert, was bedeutete, dass Angreifer potentiell von aussen auf die Wechselrichter zugreifen und diese kontrollieren konnten.
Solche Sicherheitsmängel stellen ein erhebliches Risiko dar, besonders in kritischen Infrastrukturen. Ein erfolgreicher Angriff könnte beispielsweise die Stromeinspeisung unterbrechen oder die Geräte beschädigen. Hoymiles hat auf diese Gefahr reagiert und stellt nun Firmware-Updates bereit, die die Funkprotokolle absichern.
Für Betreiber von Hoymiles-Anlagen ist es wichtig, diese Updates zeitnah einzuspielen. Die Aktualisierung sollte über die übliche Wartungsoberfläche möglich sein, erfordert aber möglicherweise einen geplanten Ausfallzeitraum. Besitzer sollten sich mit dem Hersteller oder ihrem Installateur in Verbindung setzen, um den genauen Zeitpunkt und die notwendigen Schritte abzustimmen.
Für KMU, die Solaranlagen betreiben oder als Dienstleister solche Systeme verwalten, unterstreicht dieser Fall erneut die Bedeutung regelmässiger Sicherheitsupdates und der Überwachung von Firmware-Meldungen. Vernetzte Energieerzeugungsanlagen sind Teil der kritischen Infrastruktur und erfordern denselben Aufmerksamkeitsgrad wie andere IT-Systeme.
