Apple Watches sind beliebte tragbare Geräte, die Nutzer mit Benachrichtigungen, Fitness-Tracking und anderen Funktionen versorgen. Mit den neuesten Modellen führt Apple eine neue Funktion namens Siri Recap ein, die Gespräche in der unmittelbaren Umgebung der Watch automatisch transkribiert und zusammenfasst.
Die Technologie nutzt vor-Ort-KI-Verarbeitung, um Sprachdaten zu verarbeiten. Theoretisch bedeutet dies, dass die Transkription lokal auf der Watch stattfindet und nicht an Apple-Server übermittelt wird. Das ist ein positives Datenschutz-Merkmal. Allerdings gibt es erhebliche praktische Bedenken: Die Watch zeichnet ständig Umgebungsgeräusche auf. Was, wenn jemand in Reichweite spricht, aber die Transkription nicht bewusst eingewilligt hat? Es handelt sich um mittelbare Datenerfassung von Personen, die möglicherweise nicht wissen, dass sie aufgenommen werden.
Für Unternehmen und KMUs hat dies sowohl positive als auch negative Implikationen. Einerseits zeigt es, dass lokale KI-Verarbeitung zunehmend praktisch wird. Andererseits wirft es Fragen über die Zukunft von Überwachung und Datenschutz auf. Arbeitgeber sollten überprüfen, welche Wearables Mitarbeiter tragen und wie deren Datenschutzrichtlinien aussehen. Ein Mitarbeiter mit Apple Watch könnte unbewusst Geschäftsgespräche transkribieren. Das ist ein Risiko für Geschäftsgeheimnis und Datenschutz, das in Unternehmensrichtlinien berücksichtigt werden sollte.
