Ein innovatives Sicherheits-Feature wird derzeit grossflächig auf Millionen von Routern ausgerollt: die Erkennung von Einbrechern mittels WLAN-Signalanalyse. Die Technologie funktioniert, indem der Router kontinuierlich die WLAN-Signalstärke und deren Veränderungen überwacht. Wenn eine Person einen Raum betreten oder durchqueren würde, würde sich die Ausbreitung der Funksignale charakteristisch verändern, dies kann der Router als Anomalie registrieren.

Die dahinterliegende Technologie ist eine Anwendung von "Wireless Sensing" oder "WiFi-Sensing", bei der die Radarsignale des WLAN genutzt werden, um Bewegungen zu erkennen. Dies ist möglich, ohne dass zusätzliche Hardware installiert werden muss. Der Router analysiert einfach die Reflexionsmuster der bereits vorhandenen WLAN-Wellen. Das System kann zwischen verschiedenen Szenarien unterscheiden: normale Bewegungen von Bewohnern, Tiere, die sich bewegen, oder unerwartete Eindringlinge.

Besonders attraktiv ist dieses Feature, weil es keine zusätzlichen Sensoren oder Kameras benötigt, was sowohl kostengünstig als auch datenschutzfreundlicher ist als Video-Überwachung. In den USA wird dies nun von vielen Internet-Service-Providern und Router-Herstellern als Standard-Feature eingeführt.

Für Schweizer KMU mit sensiblen Räumlichkeiten könnte dieses Feature zukünftig relevant werden, wenn es nach Europa kommt. Büros, Lagerhallen oder Werkstätten könnten davon profitieren, ohne dass teure Sensorsysteme installiert werden müssen. Allerdings sollten Datenschutz-Richtlinien beachtet werden: Die Analyse von WLAN-Signalen zur Bewegungserkennung könnte in der Schweiz und EU unter DSGVO-Bestimmungen fallen und bedarf möglicherweise entsprechender Transparenz und Zustimmung. Unternehmen sollten ihre IT-Systeme und Sicherheitsvorkehrungen genau überprüfen und eine Implementierung rechtlich abstimmen.