Die Midea Portasplit ist derzeit eine der am häufigsten gekauften Klimaanlagen auf dem Markt, besonders nachdem extreme Sommerhitze vielerorts zum Standard geworden ist. Nun ist eine ernsthafte Sicherheitslücke in der Firmware des Geräts entdeckt worden, die es potenziellen Angreifern ermöglichen könnte, die Klimaanlage ohne Erlaubnis fernzusteuern.
Die Schwachstelle befindet sich im Bluetooth-Kommunikationsprotokoll, das die Midea-App zur Steuerung des Geräts nutzt. Der Firmware-Fehler erlaubt es Personen mit Zugriff auf die gleiche Bluetooth-Frequenz, die Steuerungskommandos zu manipulieren oder zu übernehmen. In einem dicht bebauten Umfeld wie einer Mehrfamilienhaus-Siedlung könnte dies bedeuten, dass missgünstige Nachbarn die Klimaanlage anderer Personen steuern könnten, beispielsweise um sie auszuschalten und damit Unbehagen zu verursachen.
Zwar mag eine gehackte Klimaanlage weniger kritisch wirken als Angriffe auf Sicherheitssysteme oder Gesundheitsgeräte, doch verdeutlicht dies ein grundlegendes Problem: immer mehr Alltagsgeräte werden mit Internetzugang und Fernsteuerung versehen, ohne dass Sicherheit an höchster Stelle steht. Dies ist ein typisches Phänomen des "Internet of Things" (IoT).
Für KMU-Betriebe, die Räumlichkeiten mit Midea-Klimaanlagen ausgestattet haben, ist wichtig: Updaten Sie die Firmware auf die neueste verfügbare Version, sobald Midea einen Fix bereitstellt. Falls verfügbar, deaktivieren Sie die Bluetooth-Fernsteuerung und nutzen Sie nur die lokale Steuerung per Knopfdruck oder verwenden Sie sichere WLAN-Netzwerk-Alternativen mit verschlüsselter Verbindung. Längerfristig sollten Unternehmen kritischere IoT-Geräte bevorzugen, bei denen Sicherheits-Updates regelmässig ausgespielt werden und Hersteller auf Schwachstellen schnell reagieren.
