Google hat einen neuen erweiterten Sideloading-Prozess für Android namens "Advanced Flow" angekündigt und führt ihn schrittweise ein. Diese Massnahme zielt darauf ab, die Sicherheit von Android-Systemen zu erhöhen, indem Nutzer vor möglicherweise unsicheren oder schädlichen Apps geschützt werden.
Der "Advanced Flow" funktioniert folgendermassen: Wenn ein Nutzer versucht, eine App von einem Entwickler zu installieren, dessen Identität nicht von Google verifiziert ist, wird eine 24-stündige Wartezeit eingebaut. Während dieser Zeit hat der Nutzer die Chance, seine Entscheidung zu überdenken, und Google kann die App im Hintergrund analysieren. Nach 24 Stunden kann die Installation dann fortgesetzt werden, falls der Nutzer dies noch immer möchte. Die Idee ist, Impulsinstallationen von potenziell gefährlichen Apps zu erschweren.
Diese Massnahme ist Googles Reaktion auf die wachsende Zahl von Malware-Apps, die über unbekannte Quellen verbreitet werden. Sie stellt einen Mittelweg dar zwischen offener Plattformarchitektur und Sicherheitsanforderungen. Nutzer behalten die Freiheit, Apps ausserhalb des Play Stores zu installieren, müssen aber eine bewusste Entscheidungspause durchlaufen.
Für Unternehmens-KMU mit Android-Geräten in ihrem Bestand kann diese Änderung relevant sein. Wenn Mitarbeiter unternehmenseigene oder spezialierte Apps von internen Entwicklern oder Drittanbietern installieren müssen, könnten diese Verzögerungen den Workflow beeinflussen. IT-Administratoren sollten intern klären, welche Apps kritisch sind und ob diese ggfs. im Google Play Store mit verifizierten Entwickler-Accounts angeboten werden sollten, um die Wartezeit zu umgehen. Für grössere Rollouts könnten alternative Enterprise-Verteilungskanäle via Google Play for Business sinnvoll sein.
