Splunk hat auf seiner Jahreskonferenz ".conf" mehrere Neuerungen im Bereich künstlicher Intelligenz angekündigt, mit dem Ziel, KI-Systeme transparenter und kontrollierbarer zu machen. Die Ankündigungen richten sich an Unternehmen, die KI-Agenten einsetzen möchten, aber Bedenken bezüglich Kosten, Sicherheit und Verlässlichkeit haben.

Ein Hauptfokus liegt auf "Agent Observability", das heisst, die Fähigkeit, KI-Agenten während ihres Betriebs vollständig zu überwachen und zu verstehen. Dies ist essentiell, da KI-Systeme oft wie "Black Boxes" funktionieren: Sie treffen Entscheidungen und führen Aktionen aus, aber es ist schwer nachzuvollziehen, warum sie das tun. Splunk will Transparenz schaffen, sodass Betreiber sehen können, welche Schritte ein KI-Agent unternimmt, welche Datenquellen er nutzt, und ob sein Verhalten sicher und kosteneffizient ist.

Parallel präsentierte Splunk Konzepte zur "Tokenomics", also zur Kostenkontrolle bei KI-Nutzung. KI-Systeme, insbesondere grosse Sprachmodelle, verursachen nutzungsabhängige Kosten, die schnell ausser Kontrolle geraten können. Splunk möchte Organisationen dabei helfen, diese Kosten zu budgetieren und zu optimieren.

Besonders relevant für europäische und deutsche KMU ist Splunks Ankündigung von Lösungen für KI in unternehmenseigenen Rechenzentren. Viele Organisationen sind unwillig oder unfähig, ihre Daten an Cloud-Provider zu senden, möchten aber dennoch von KI-Technologien profitieren. Splunk adressiert diesen Bedarf.

Für KMU bedeutet dies, dass KI nicht mehr exklusiv an Cloud-Anbieter und grosse Tech-Konzerne gebunden ist. Kleine und mittlere Betriebe können KI-Funktionen zunehmend auch in ihrer eigenen IT-Infrastruktur nutzen. Allerdings ist dies nur verantwortbar, wenn Kostenkontrolle, Transparenz und Sicherheit gewährleistet sind. Splunks Ankündigungen deuten darauf hin, dass solche Kontrollmechanismen verfügbar werden. KMU sollten evaluieren, welche KI-Use-Cases für ihr Geschäft relevant sind, und dann gezielt Lösungen auswählen, die Transparenz und Kontrolle bieten.