Das beliebte Videokonferenztool Zoom weist mehrere kritische Sicherheitslücken auf, die ein erhebliches Risiko für Unternehmen darstellen. Die Schwachstellen ermöglichen es Angreifern, Schadcode auf den Systemen anderer Konferenzteilnehmer auszuführen, ohne dass diese dafür irgendetwas aktiv tun müssen. Weder ein Klick auf einen Link noch ein Download ist erforderlich, ein einfaches Phänomen, bei dem die Ausführung von Schadcode durch die blosse Teilnahme an einer Videokonferenz möglich ist.
Dies ist ein besonders tückisches Sicherheitsproblem, da viele Menschen Zoom vertrauensvoll nutzen und davon ausgehen, dass das Ansehen einer Konferenz sicher ist. Ein Angreifer könnte in eine Zoom-Konferenz eindringen oder eine legitim wirkende Konferenz aufsetzen und dann automatisch Malware auf die Geräte der Teilnehmer übertragen. Die genauen technischen Details dieser Lücken wurden bereits erforscht, und Updates sind verfügbar.
Für KMU, die Zoom für interne Meetings oder Kundenkommunikation nutzen, ist eine sofortige Massnahme erforderlich. Alle Zoom-Installationen sollten auf die neuesten Versionen aktualisiert werden. Admins sollten zudem überprüfen, ob Zoom über Unternehmensrichtlinien kontrolliert wird und ob weitere Sicherheitsmassnahmen wie Zwei-Faktor-Authentifizierung und Passwortschutz für Meetings aktiviert sind. Ein entsprechender Sicherheitshinweis an alle Mitarbeiter ist sinnvoll, damit diese sensibilisiert sind und verdächtige Konferenzen oder unerwartete Einladungen melden.
