Adobe hat angekündigt, dass ab Version 27 seiner wichtigsten Anwendungen wie Premiere Pro der Support für Intel-basierte Mac-Computer entfällt. Diese Entscheidung folgt dem längst vollzogenen Übergang von Apple selbst, das vor Jahren bereits den Wechsel zu seinen eigenen Apple-Silicon-Chips (M-Serie) eingeleitet hat. Für Nutzer von Intel-Macs bedeutet dies, dass sie sich in absehbarer Zeit neue Hardware zulegen müssen, um zukünftige Adobe-Versionen einsetzen zu können.

Der Hintergrund liegt in der strategischen Neuausrichtung beider Unternehmen. Apple Silicon-Prozessoren bieten bessere Leistung, Energieeffizienz und Sicherheitsfeatures als ältere Intel-Lösungen. Adobe optimiert seine Software für diese neuen Architekturen und möchte damit auch die Entwicklung vereinfachen und die Performance steigern. Allerdings entsteht für bestehende Nutzer ein zwingender Hardwareaustausch.

Für KMU mit Creative-Abteilungen oder Produktionsunternehmen, die auf Adobe-Tools angewiesen sind, ist dies eine wichtige Nachricht für die Investitionsplanung. Wer derzeit noch Intel-Macs in seinen Workflows einsetzt, sollte mittelfristig mit einer Modernisierung rechnen. Eine Analyse der bestehenden Mac-Hardware im Unternehmen und eine Budgetplanung für neue Apple-Silicon-Systeme sind ratsam. Alternativ können auch bestehende Software-Versionen weiterhin auf Intel-Macs laufen, allerdings ohne zukünftige Updates und Sicherheitspatches. Dies erhöht langfristig die Sicherheitsrisiken und sollte keine Dauerlösung sein.