LinkedIn sieht sich mit einem massiven Problem konfrontiert: KI-generierte Spam-Inhalte überschwemmen die Plattform. Um gegen diesen Trend vorzugehen, hat das Unternehmen eine Meldefunktion eingeführt, die es Nutzern erlaubt, verdächtige Beiträge als sogenannte "KI-Slop" zu markieren, ein Begriff für billigentweder automatisch generierte oder von KI stark überarbeitete Texte, die keinen echten Mehrwert bieten, sondern nur darauf abzielen, Engagement zu generieren.
Die Resonanz war überwältigend: In nur drei Wochen nach der Einführung der Meldefunktion wurden mehr als eine Million Beiträge gemeldet. Diese Zahl verdeutlicht das Ausmass des Problems und zeigt, dass sich LinkedIn-Nutzer zu Recht von der Flut minderwertiger Inhalte gestört fühlen. Die Meldungen konzentrieren sich auf Beiträge, die typischerweise generische Lebensratschläge, motivierende Sprüche oder klischeehafte Geschichten enthalten, ohne dass dahinter echte Expertise oder persönliche Erfahrung steht.
Das Unternehmen denkt bereits über weitere Schritte nach, um das Problem anzugehen. Der Produktchef signalisiert, dass neben der Meldefunktion zusätzliche Massnahmen im Bereich Inhaltsqualität und automatisierte Erkennung in Planung sein könnten. Ziel ist es, die Plattform wieder zu einem Ort echten beruflichen Austauschs zu machen und nicht nur ein Spielplatz für KI-generierte Masseninhalte zu sein.
Für Unternehmen und Dienstleister, die LinkedIn als B2B-Marketing- und Recruiting-Kanal nutzen, ist dies eine gute Nachricht. Die Massnahmen könnten helfen, die Sichtbarkeit von echten, wertvollen Inhalten zu verbessern und die Plattform wieder attraktiver zu machen. Gleichzeitig ist sie eine Mahnung für alle, die KI-Tools zur Contentersstellung einsetzen: Automatisiert generierte oder oberflächlich überarbeitete Massen-Beiträge sind kein nachhaltiges Erfolgsrezept mehr und könnten sogar reputationalen Schaden anrichten.
