Der Markt für Smart-Glasses bzw. Datenbrillen erlebt einen deutlichen Aufschwung. Nach aktuellen Marktdaten haben sich die Stückzahlen weltweit mehr als verdoppelt. Dieser Anstieg wird primär durch Meta getrieben, dessen Brillen unter den Markenamen Ray-Ban Stories und andere Modelle einen dominanten Marktanteil innehaben.
Die Datenbrillen kombinieren Kamerafunktion, Augmented-Reality-Fähigkeiten und teilweise auch Spracherkennung. Sie werden von Konsumenten zunehmend akzeptiert, obwohl sie aus datenschutzrechtlicher Perspektive kontrovers sind. Kritiker warnen vor unkontrollierter Videoaufzeichnung in öffentlichen Räumen und der Möglichkeit unbemerkter Datenerfassung.
Trotz dieser berechtigten Datenschutzkritik folgen Verbraucher dem Trend. Das deutet darauf hin, dass Convenience und technologische Innovation oft Datenschutzbedenken überwiegen. Meta nutzt diesen Vorteil und baut seine Position kontinuierlich aus. Das Unternehmen investiert massiv in die Entwicklung von Hardware und Software für diese Kategorie.
Für Unternehmen ergibt sich hier ein interessantes Dilemma: Einerseits bieten Smart-Glasses innovative Möglichkeiten für Remote-Support, Dokumentation und Schulung. Andererseits entstehen erhebliche datenschutzrechtliche Verpflichtungen. KMU, die solche Geräte einführen möchten, müssen strenge Datenschutzmassnahmen implementieren und ihre Mitarbeiter sowie Kunden transparent informieren.
Die regulatorische Landschaft wird sich vermutlich verschärfen. EU-Datenschutzbedenken und nationale Regulierungen könnten den Einsatz solcher Geräte in bestimmten Kontexten einschränken. Unternehmen sollten bereits jetzt prüfen, welche Einsatzszenarien mit geltenden Datenschutzregeln vereinbar sind und welche Genehmigungen erforderlich sind.
