Kritische Infrastruktur wie Mobilfunk-Netze muss rund um die Uhr verfügbar sein, auch dann, wenn Stromnetz-Ausfälle oder Notlagen eintreten. Bislang verlassen sich Telekomfirmen auf Diesel-Generatoren als Backup-Lösung. Ein neues System bietet eine nachhaltigere Alternative.

Der sogenannte Energiecontainer kombiniert zwei Technologien: einen leistungsstarken Batteriespeicher auf Lithium-Basis und eine Wasserstoff-Brennstoffzelle. Das Prinzip ist elegant: Solange Batterien verfügbar sind, werden diese genutzt (schnell, effizient, lokal emissionsfrei). Wenn die Batteriekapazität zur Neige geht, schaltet ein Wasserstoff-Brennstoffzellen-System automatisch zu und liefert kontinuierliche Leistung über einen längeren Zeitraum.

Wasserstoff bietet dabei Vorteile gegenüber Diesel: Die Brennstoffzelle arbeitet emissionsfrei, produziert bei der Stromerzeugung nur Wasserdampf als Abfallprodukt. Dadurch ist die Lösung auch in dicht besiedelten Gebieten akzeptabel, ohne Lärm oder Luftverschmutzung zu verursachen. Die Wasserstoff-Tanks können relativ einfach nachgefüllt werden.

Für Mobilfunk-Betreiber und Telekommunikationsanbieter ist dies eine strategische Option. Während die Wasserstoff-Infrastruktur noch aufgebaut wird, erlaubt das Hybrid-System bereits Reduktionen bei Diesel-Generatoren. Mittelfristig könnte solche Technologie den Standard für Netzwerk-Redundanz darstellen.

Für Schweizer KMU-Betriebe, die auf kontinuierliche Internetanbindung oder sichere Netzwerk-Infrastruktur angewiesen sind, ergibt sich eine Überlegung: Wie zukunftssicher sind meine aktuellen Ausfallicherungsmechanismen? Falls das Unternehmen mit Telekommunikations-Infrastruktur oder Rechenzentren zusammenarbeitet, sollte es diese Entwicklung verfolgen. In Zukunft könnten Anbieter mit grüner Ausfallsicherung einen Wettbewerbsvorteil haben, sowohl ökologisch als auch regulatorisch.