Das renommierte Pew Research Center hat untersucht, wie weit verbreitet KI-generierte Textinhalte im Web bereits sind. Die Ergebnisse sind bemerkenswert: Etwa 35 Prozent der neu erstellten Webseiten zeigen nachweisbare Spuren künstlicher Intelligenz. Dies deutet auf eine massive Verschiebung in der Content-Erstellung hin, seit ChatGPT und andere generative KI-Tools verfügbar sind.

Der Trend ist nachvollziehbar: Für Website-Betreiber ist KI-gestützte Text-Generierung verlockend. Sie ist schnell, kostengünstig und ermöglicht es auch technisch weniger versierten Personen, Website-Inhalte zu erstellen. Unternehmen können damit ihre Seiten schneller befüllen, ohne teure Copywriter zu engagieren. Allerdings hat dies auch problematische Seiten.

Zum einen ist die Qualität von KI-generierten Texten variabel. Während einige Texte kohärent und nützlich sind, enthalten andere Fehler, Ungenauigkeiten oder sogar Halluzinationen, bei denen die KI komplett erfundene Informationen präsentiert. Dies ist problematisch für Nutzer, die auf diesen Inhalten basierende Entscheidungen treffen.

Zum anderen entsteht ein Glaubwürdigkeitsproblem. Wenn ein signifikanter Anteil der Online-Informationen von Maschinen stammt und nicht von Menschen, die die Aussagen verantworten, sinkt das Vertrauen in das Web als Informationsquelle. Dies ist besonders relevant für professionelle Anwendungen, etwa in Recht, Medizin oder Wissenschaft.

Für Unternehmenskunden stellt sich die Frage, wie sie mit KI-generierten Inhalten umgehen sollen. Ein transparenter Umgang ist wichtig: Websites sollten klar kennzeichnen, welche Inhalte von KI stammen. Gleichzeitig sollten kritische Informationen weiterhin von Menschen verfasst und überprüft werden. Die Nutzung von KI als Schreibassistent, der Texte strukturiert und vorschlägt, die dann von Menschen überarbeitet werden, ist ein sinnvoller Mittelweg.