Microsoft hat ausserplanmässig Sicherheitsupdates für Windows freigegeben, um Probleme zu beheben, die nach dem regulären September-Patchday entstanden sind. Diese Notfall-Updates adressieren mehrere Bugs, die durch die vorherigen Updates eingeführt wurden, sowie eine Sicherheitslücke, die ursprünglich übersehen wurde.
Regelmässige Sicherheitsupdates sind notwendig, aber sie können unbeabsichtigte Nebenwirkungen haben. Microsoft hatte beim September-Patchday mehrere Windows-Versionen mit Sicherheits-Patches versorgt. Danach wurden jedoch verschiedene Probleme gemeldet, die Systemstabilität oder bestimmte Funktionen beeinträchtigten. Dies ist nicht ungewöhnlich: Mit Millionen von Systemen weltweit ist es schwierig, alle möglichen Hardwarekonfigurationen und Softwarekonstellationen bei der Testphase zu berücksichtigen.
Die neuen ausserplanmässigen Updates beheben diese Regression-Bugs. Daneben wurde entdeckt, dass die regulären September-Updates eine Sicherheitslücke nicht vollständig geschlossen hatten, die nun durch die zusätzlichen Updates adressiert wird.
Dies ist ein Beispiel für die Komplexität von Patch-Management in modernen IT-Infrastrukturen. Einerseits ist es notwendig, Updates zeitnah einzuspielen. Andererseits können Updates selbst neue Probleme einführen. Microsoft reagiert hier schnell mit Notfall-Fixes, was begrüssenswert ist.
Für Schweizer KMU mit Windows-basierten IT-Infrastrukturen ist es wichtig, auf dem aktuellen Stand zu bleiben. Es empfiehlt sich, Windows-Updates in einer gestaffelten Weise einzuführen: Zuerst auf Test-Systemen, um Probleme zu erkennen, bevor ein unternehmensweiter Rollout stattfindet. Auch sollten Systeme nach Updates auf Anomalien überwacht werden. Die Existenz dieser Notfall-Updates zeigt, warum ein strukturiertes Patch-Management sinnvoll ist.
