Cisco hat ein neues Release für seine Nexus-Smart-Switch-Familie angekündigt, das eine Integration von Firewalling-Funktionen direktlich in die Switches ermöglicht. Die neue Funktion heisst DPU Security Modus und nutzt die Data Processing Units (DPUs), die in modernen Switches verbaut sind.
Firewalling ist eine grundlegende Sicherheitsfunktion in Netzwerken. Bislang war es üblich, dass Unternehmen separate Firewalling-Appliances einsetzen, also spezialisierte Geräte zwischen ihrem Netzwerk und dem Internet. Diese dedizierte Hardware ist kostspielig und erzeugt zusätzliche Komplexität im Netzwerk-Setup.
Der neue DPU Security Modus bringt diese Sicherheitsfunktion direkt in die Switches. Dies bedeutet, dass Netzwerke theoretisch ohne separate Firewalling-Appliances auskommen könnten. Die auf der DPU laufende Firewall kann Layer-4-Stateful-Firewalling durchführen, was bedeutet, dass sie Verbindungen überwacht und nur autorisierte Netzwerkverkehr durchlässt.
Die praktischen Vorteile sind vielfältig. Zum einen können Unternehmen Kapitalausgaben für separate Firewalling-Hardware reduzieren. Zum anderen sinkt auch die operative Komplexität, da Netzwerk- und Sicherheitskonfiguration näher beieinander liegen. Auch die Latenz im Netzwerk kann sinken, da Firewalling-Entscheidungen näher an der Quelle getroffen werden.
Für IT-Infrastrukturen von Unternehmen ist dies eine interessante Entwicklung. Wer ohnehin Cisco-Switches einsetzt, könnte damit eine vereinfachte und kosteneffizientere Sicherheitsarchitektur aufbauen. Allerdings sollten IT-Teams die neuen Funktionen gründlich testen und bewerten, ob sie ihre bisherigen Firewalling-Strategien ersetzen oder ergänzen können. In komplexen heterogenen Netzwerken mag ein Mix aus verschiedenen Sicherheitsappliances weiterhin die beste Lösung sein.
