Die Staatskanzlei in Kiel hat eine beeindruckende digitale Transformation vollzogen und dabei den Grossteil ihrer IT-Infrastruktur auf das freie Betriebssystem Linux migriert. Dies ist ein Beispiel für den wachsenden Trend öffentlicher Institutionen, ihre digitale Souveränität zu stärken und gleichzeitig Kosten zu optimieren.

Die Umstellung auf Linux ist nicht isoliert zu betrachten. Sie ist Teil eines umfassenden Vorhabens Schleswig-Holsteins, sich von der Abhängigkeit proprietärer Softwarehersteller zu befreien. Solche Abhängigkeiten bedeuten nicht nur hohe Lizenzkosten, sondern auch reduzierte Flexibilität bei Sicherheitsupdates und Anpassungen. Mit offener Software kehrt sich dieses Verhältnis um: Die Organisation hat volle Kontrolle über ihre Systeme.

Ein Vorteil Linuxs liegt in seiner Stabilität und Sicherheit. Das System läuft seit Jahrzehnten in kritischen Infrastrukturen weltweit und hat sich als robust und wartbar bewährt. Für eine Staatskanzlei, die hohe Anforderungen an Datensicherheit und Verfügbarkeit hat, ist dies ein wichtiges Kriterium.

Die Migration erfordert typischerweise Schulung der Mitarbeitenden, Planung der Umstellung und oft Anpassung von Workflows. Dass die Staatskanzlei Kiel dies fast vollständig geschafft hat, deutet darauf hin, dass die organisatorischen Massnahmen gut geplant waren und die Unterstützung von spezialisiertem Personal vorhanden war.

Für andere öffentliche Einrichtungen und auch private Unternehmen zeigt dieses Beispiel, dass ein Wechsel weg von dominanten Softwareherstellern möglich und lohnend ist. Die Investitionen in die Migration sind mittelfristig durch gesparte Lizenzkosten und grössere Unabhängigkeit amortisiert. Auch für Schweizer Behörden und Organisationen kann dies ein interessantes Vorbild sein.