Smarte Heimgeräte bringen Komfort in den Alltag, bringen aber auch neue Sicherheitsrisiken mit sich. Die Portasplit Klimageräte des chinesischen Herstellers Midea sind beliebte mobile Klimaanlagen, die sich über Bluetooth steuern lassen. Diese Funktion ist praktisch, aber die Implementierung war problematisch.
Die Sicherheitslücke erlaubt es praktisch jedem, der sich in Bluetooth-Reichweite eines Geräts befindet, dieses zu steuern. Es gibt keinen oder nur unzureichenden Sicherheitsmechanismus, um unbefugten Zugriff zu verhindern. Ein Angreifer könnte theoretisch fremde Klimageräte ein- oder ausschalten oder andere Funktionen manipulieren. Auch wenn dies auf den ersten Blick harmlos klingt, ist es ein klassisches Beispiel dafür, wie schwach IoT-Sicherheit oft implementiert wird.
Midea hat reagiert und Sicherheits-Updates bereitgestellt. Nutzer von Portasplit-Geräten sollten diese zeitnah einspielen. Für Unternehmen, die solche Geräte einsetzen, ist dies ein Lehrbeispiel: IoT-Geräte müssen genauso sorgfältig auf Sicherheitsaspekte überprüft werden wie klassische IT-Systeme. Vor der Anschaffung von Smarthome- oder Smart-Office-Geräten sollten die Sicherheitszertifizierungen, Update-Verfügbarkeit und Hersteller-Support überprüft werden. Ein billiges Gerät ohne Sicherheits-Updates kann zum langfristigen Risiko werden.
