Acronis Backup ist weit verbreitet im KMU-Umfeld und in Web-Hosting-Umgebungen: Die Software schützt Serverdaten vor Ausfällen und Datenverlust. Doch aktuell haben es Cyberkriminelle gezielt auf Schwachstellen in den Versionen für cPanel/WHM und Plesk abgesehen. Diese Tools sind essenziell für Webhoster und viele kleine bis mittlere Unternehmen, die ihre Websites und Datenbanken auf solchen Plattformen betreiben.

Die Bedrohung ist nicht rein theoretisch: Angreifer führen bereits aktive Kampagnen durch und versuchen, über diese Schwachstellen in Backup-Systeme einzudringen. Das ist besonders tückisch, denn Backup-Software ist oft der letzte Rettungsanker nach einem Angriff. Wenn Kriminelle diese Systeme selbst kompromittieren, können sie nicht nur die Produktivdaten lähmen, sondern auch die Wiederherstellungsmöglichkeiten zerstören.

Die Attacken verdeutlichen ein wichtiges Sicherheitsprinzip: Backup-Systeme müssen genauso sorgfältig gehärtet und aktualisiert werden wie alle anderen Server-Software. Ein Backup nutzt nichts, wenn es selbst kompromittiert ist. Besonders problematisch ist, dass viele kleinere Betreiber ihre Administrations-Tools aus Zeitmangel oder Ressourcenmangel schieben und Updates verzögern.

Für KMU-Betreiber, die cPanel, WHM oder Plesk einsetzen, ist die Botschaft unmissverständlich: Diese Updates haben oberste Priorität und sollten zeitnah installiert werden. Das Gleiche gilt für alle anderen Administrations- und Backup-Tools. Ein paar Stunden Arbeit für ein Update kostet deutlich weniger als die Konsequenzen eines Angriffs auf die zentrale Datensicherung.