Google wird am 15. September ein Medien-Event veranstalten, auf dem das Unternehmen zum ersten Mal Android-basierte Notebooks enthüllen wird. Dies ist ein bemerkenswert strategischer Schritt, denn bislang war Android primary für Smartphones und Tablets konzipiert, während Laptops und Notebooks traditionell mit Windows, macOS oder Linux liefen.
Android ist ein Open-Source-Betriebssystem basierend auf dem Linux-Kernel. Es hat sich für mobile Geräte als extrem erfolgreich erwiesen, mit Millionen von Installationen weltweit. Die Vorstellung Android-basierter Notebooks bedeutet, dass Google das Betriebssystem auch für grössere Geräte mit traditionellerer Computerfunktionalität positioniert.
Die Motivationen hinter diesem Schritt sind vielfältig: Android bietet Google die Chance, das Ökosystem tiefer zu integrieren, Updates schneller auszurollen und mehr Kontrolle über die Geräte zu haben. Auch Kosteneinsparungen spielen eine Rolle, denn Android ist kostenfrei, während Lizenzen für Windows Kosten verursachen. Allerdings wird Android für Laptop-Szenarien mit traditionellen Anwendungen noch massiv erweitert werden müssen.
Für KMU-Entscheidungsträger könnte dies langfristig relevant werden. Die Verfügbarkeit von Android-basierten Notebooks könnte neue, günstigere Optionen bieten. Allerdings sollte kurz nach dem September-Event bewertet werden: Welche Anwendungen laufen? Ist die Kompatibilität mit bestehenden Unternehmens-Software gewährleistet? Kann Google für diese Geräte ähnlich lange Security-Updates garantieren wie für Smartphone-Android? Diese Fragen sollten geklärt sein, bevor grössere Investitionen erfolgen. Für tech-affine Unternehmen könnte dies aber eine Gelegenheit für Kostenoptimierung sein.
