Microsoft hat eine aktuelle Warnung herausgegeben, die auf gezielte Kampagnen russischer Hackergruppen hinweist. Diese Akteure haben es geschafft, sich Zugang zu öffentlichen WLAN-Netzwerken an strategischen Orten zu verschaffen, wie etwa Hotels, Flughäfen und anderen Einrichtungen mit hohem Publikumsverkehr.

Die Angreifer nutzen diese Kontrolle über die Netzwerk-Infrastruktur dazu, Malware auf den Geräten von Besuchern zu platzieren. Dies geschieht häufig durch Man-in-the-Middle-Angriffe, bei denen Datenpakete abgefangen und manipuliert werden. Gleichzeitig greifen die Hacker Anmeldedaten und andere sensible Informationen ab.

Für Geschäftsreisende und für Schweizer Unternehmen, deren Mitarbeiter unterwegs sind, ist dies ein ernstes Sicherheitsrisiko. Ein ungescützter Geräte auf einem kompromittierten WLAN kann schnell zum Einfallstor für Unternehmens-Malware werden. Die Angreifer könnten damit Zugang zu Firmennetzwerken gewinnen, falls sich der infizierte Laptop später wieder ins Unternehmens-VPN verbindet.

Microsoft rät dringend dazu, in öffentlichen WLANs ein VPN (Virtual Private Network) zu nutzen, das die gesamte Verbindung verschlüsselt. Dies macht es für Netzwerk-Sniffing deutlich schwieriger, dass Daten abgegriffen werden. Zusätzlich sollten Firewalls und aktuelle Malware-Schutztools auf Geräten aktiviert sein.

Ein weiterer Aspekt ist die Netzwerk-Segmentierung im Unternehmensumfeld. Falls ein Mitarbeiter doch infiziert wurde, sollte das Firmennetzwerk so gestaltet sein, dass der Schaden begrenzt bleibt. Zugriffskontrollen und regelmässiges Monitoring sind dabei essentiell.