Signal, der Messaging-Dienst mit Fokus auf Datenschutz und Verschlüsselung, hat eine bedeutsame Neuerung eingeführt: Nutzer können jetzt Konten erstellen und nutzen, ohne eine Telefonnummer angeben zu müssen. Diese Funktion steht vorerst Android-Nutzern zur Verfügung, eine Ausdehnung auf andere Plattformen ist wahrscheinlich.
Das Unternehmen hat sich für ein Gebührenmodell entschieden, um Missbrauch zu verhindern. Nutzer, die ein Konto ohne Telefonnummer erstellen möchten, zahlen eine kleine Gebühr. Dies soll vor allem verhindern, dass Spammer und Betrüger massenhaft Konten anlegen. Die genaue Höhe des Entgelts ist aus der Ankündigung nicht hervorgegangen, doch es wird als "kleine Gebühr" beschrieben, die nicht abschreckend wirken soll.
Gleichzeitig hat Signal auch Verbesserungen bei der Migration zwischen Betriebssystemen eingeführt. Nutzer, die von iOS zu Android wechseln oder umgekehrt, können ihre Chat-Historie und andere Daten nun einfacher mitnehmen. Dies war bisher ein häufiger Kritikpunkt bei Signal: Während Plattformen wie WhatsApp oder Telegram Backup- und Wiederherstellungsfunktionen bieten, war dies bei Signal deutlich umständlicher.
Für Geschäftskunden und sensible Nutzer sind beide Entwicklungen erfreulich. Die Möglichkeit, Konten ohne Telefonnummer zu betreiben, erhöht die Privatsphäre und ermöglicht die Nutzung von Kommunikationskanälen, die nicht an eine Mobilfunknummer gebunden sind. Das könnte beispielsweise für Organisationen interessant sein, die mehrere kommunizierende Kontakte koordinieren möchten. Die verbesserte Gerätemigration senkt die Einstiegshürde für neue Nutzer und macht den Wechsel zu Signal weniger aufwändig. Für KMUs, die ihren Teams sichere Kommunikation anbieten möchten, sind diese Verbesserungen ein Schritt hin zu praktischeren Lösungen.
