Microsoft bietet seinen Kunden eine zeitlich begrenzte Möglichkeit, den geografischen Speicherort ihrer Microsoft-365-Daten selbst zu bestimmen. Bis zum 14. Dezember können IT-Administratoren zwischen Speicherung im eigenen Land oder in der Europäischen Union wählen.
Dies ist ein wichtiger Schritt für Unternehmen, die strengere Datenschutzanforderungen erfüllen müssen oder deren Geschäftstätigkeit regulatorische Vorgaben zur lokalen Datenspeicherung vorschreibt. Viele Schweizer und europäische KMU unterliegen Regelungen wie der DSGVO oder spezialisierten Datenschutzgesetzen, die vorgeben, wo personenbezogene Daten physisch residieren dürfen.
Die Frist bis Dezember macht deutlich, dass Unternehmen handeln müssen, ohne zu zögern. Nach Ablauf der Frist ist eine Umkonfiguration voraussichtlich nicht mehr möglich oder wird erheblich komplizierter und kostspieliger.
Für KMU-Dienstleister bedeutet dies zweierlei: Erstens sollten sie ihre Kunden proaktiv informieren und bei der Konfiguration dieser neuen Optionen unterstützen. Zweitens ist es ein gutes Angebot für diejenigen, die bislang wegen Datenschutzbedenken Microsoft 365 kritisch sahen. Die Wahlmöglichkeit könnte solchen Projekten neuen Schwung geben.
Die richtige Wahl des Speicherorts kann auch operativen Vorteil bringen: Nähere Rechenzentren ermöglichen oft schnellere Zugriffe und bessere Latenzzeiten. Es lohnt sich also, die Entscheidung bewusst zu treffen und nicht einfach die Standardeinstellung beizubehalten.
