Der jüngste Microsoft-Patchday für Windows hat zu erheblichen Problemen für Systemadministratoren geführt. Nach dem Einspielen der Sicherheitsupdates vom September können viele Nutzer keine RDP-Verbindung (Remote Desktop Protocol) zu Windows-Servern oder Windows-Clients aufbauen. Das ist ein kritisches Problem, da RDP für viele Unternehmen die Standard-Methode zur Verwaltung von Servern und zum Remote-Zugriff für Mitarbeiter darstellt.

Remote Desktop Protocol ist eine fundamentale Technologie in der IT-Infrastruktur. Administratoren nutzen RDP, um auf Server zuzugreifen und diese zu verwalten, insbesondere in Rechenzentren. Nutzer arbeiten via RDP von zu Hause oder unterwegs auf ihre Arbeitsplatz-PCs zu. Ein Ausfall dieses Services kann IT-Operationen lahmlegen und Homeoffice-Arbeiter von ihren Systemen abschneiden.

Die genaue Ursache der Probleme wird noch von Microsoft untersucht. Erste Berichte deuten darauf hin, dass eines der Sicherheitsupdates eine Inkompatibilität mit bestimmten RDP-Konfigurationen oder Treibern verursacht. Betroffene Nutzer berichten, dass RDP-Verbindungen abgelehnt werden oder dass Session-Initiierungsfehler auftreten.

Microsoft hat bestätigt, dass es sich dieser Probleme bewusst ist, hat aber bis dato noch keinen offiziellen Hotfix bereitgestellt. Administratoren müssen derzeit zwischen zwei schlechten Optionen wählen: Entweder sie verzichten auf die neuen Sicherheitsupdates und akzeptieren bekannte Sicherheitslücken, oder sie spielen die Updates ein und müssen Probleme mit RDP beheben. Kurzfristig müssen Unternehmen eventuell auf alternative Remote-Zugriffsmethoden ausweichen oder ein Rollback durchführen. Es wird empfohlen, den Status bei Microsoft zu verfolgen und sobald ein offizieller Fix verfügbar ist, diesen zügig zu testen und einzuspielen. Dies ist ein gutes Beispiel dafür, warum auch regelmässige Sicherheitsupdates in einer Test-Umgebung validiert werden sollten, bevor sie in der Produktion ausgerollt werden.