Samsung führt eine wichtige Änderung in seiner Galerie-App durch. Die Cloud-Synchronisierung wird von Microsofts OneDrive-Integration auf Google Fotos umgestellt. Ein Update macht die notwendigen Vorbereitungen, während der Wechsel selbst ab Oktober stattfindet.
Das ist ein sichtbares Zeichen der sich verschiebenden Marktmacht im Ökosystem der mobilen Betriebssysteme. Während Samsung lange Zeit Microsoft als Cloud-Partner bevorzugte, um eine Alternative zu Googles Dominanz zu haben, signalisiert dieser Schritt, dass Google Photos nun die präferierte Lösung ist. Das hat mehrere Gründe: Google Fotos ist stärker in Android integriert, Google investiert kontinuierlich in KI-gestützte Bildbearbeitung und Suchfunktionen, und die Nutzerbasis ist grösser.
Für Nutzer bedeutet dies konkret: Wer bislang seine Samsung-Fotos über OneDrive synchronisiert hatte, sollte seinen OneDrive-Speicher überprüfen. Mit dem Oktober-Update wird Samsung die Anmeldung bei OneDrive nicht mehr anbieten und Nutzer zum Wechsel zu Google Fotos auffordern. Existierende Synchronisierungsverbindungen werden unterbrochen.
Für Schweizer IT-Dienstleister ist dies relevant, wenn sie Samsung-Geräte für Unternehmenskunden betreuen. Es erfordert Aufmerksamkeit und möglicherweise Anpassung von Device-Management-Richtlinien. Unternehmen, die datenschutztechnisch bedenken gegen Google haben oder Microsoft-zentriert sind, müssen nun entsprechende Migrationsszenarien planen.
Google Fotos bietet zwar starke Funktionalität, verarbeitet aber auch alle Bilder auf Google-Servern in den USA, was für europäische Unternehmen und solche mit Datenschutzvorgaben relevant ist. IT-Abteilungen sollten rechtzeitig vor Oktober prüfen, wie sie damit umgehen.
