Die Lizenzierungspolitik von Microsoft schlägt sich zunehmend in den Preisen für Endkunden nieder. OEM-Lizenzen für Windows 11, die Computerhersteller beim Verkauf bereits installierter Systeme nutzen, werden merklich teurer. Für Unternehmen, die neue PCs anschaffen, bedeutet dies Budgetdruck, und Verbraucher werden vermutlich höhere Kaufpreise sehen.
Dies ist nicht ungewöhnlich, wenn ein Marktführer seine Lizenzgebühren erhöht. Microsoft besitzt praktisch ein Monopol bei Unternehmenscomputern. Die meisten Firmen können nicht auf Windows verzichten, wenn sie Office-Suite, Unternehmensserver und etablierte Geschäftssoftware nutzen. Eine Alternative wie Linux oder macOS ist für viele KMU-Umgebungen nicht praktikabel, da kritische Branchen-Applikationen oft nur unter Windows laufen.
Besonders problematisch ist die Situation für Unternehmen, die gerade Hardwareaufrüstungen oder Migrationen planen. Jede neue Workstation wird teurer, und die Gesamtkostenkalkulation für IT-Infrastruktur verschiebt sich nach oben. Für KMU mit Dutzenden oder Hunderten von Arbeitsplätzen kann dies erhebliche finanzielle Auswirkungen haben.
IT-Dienstleister sollten ihre Kunden frühzeitig auf diese Preissteigerungen hinweisen und alternative Beschaffungsmodelle durchspielen. Manche Unternehmen könnten beispielsweise von Subscription-Modellen (wie Microsoft 365) oder Bestandslösungen profitieren, wenn diese preislich günstiger sind als neue Hardware mit aktuellen Lizenzen. Auch eine detaillierte Kostenanalyse unter Einbeziehung von Support und Sicherheitsupdates ist sinnvoll.
